Kurzdokumentation von 150 Kunst-am-Bau-Werken

Das kontinuierliche und vorbildliche Engagement des Bundes für die Baukultur in Deutschland hat zu einem bedeutenden Sammlungsbestand an Kunst-am-Bau-Werken geführt. Dieses Engagement beruht auf dem Bundestagsbeschluss vom 25. Januar 1950, der die Beteiligung von Kunst am Bau bei Neu- und Umbauten des Bundes vorsieht, so dass bis heute zahlreiche Kunstwerke von hoher Qualität entstanden sind. Sie vermitteln zudem einen hervorragenden Überblick über die Kunstentwicklung in Deutschland, aber auch – und das ist eine Besonderheit der Gattung – über die Geschichte der Bundesrepublik und ihre Institutionen. Um die Kunstwerke und den Einsatz des Bundes für die Kunst am Bau in die Öffentlichkeit zu tragen, ist die Erforschung, Dokumentation und Veröffentlichung der Kunst-am-Bau-Aktivitäten von zentraler Bedeutung. Daher vergibt der Bund Forschungsaufträge, um die Geschichte und den Bestand seiner Kunst am Bau aufzuarbeiten. Neben thematischen Schwerpunktsetzungen geht es vor allem um die generelle Aufarbeitung des Bestandes. So sollen die einzelnen Werke identifiziert und kunsthistorisch eingeordnet sowie ihre Entstehungsgeschichte recherchiert werden. Daraus wird langfristig das „Virtuelle Museum der 1000 Orte“ als Internetportal entstehen, das die Werke anschaulich durch Wort und Bild vermittelt.

Bei der vorliegenden Dokumentation handelt es sich um die Vorstellung von 150 einzelnen Werken in Text und Bild eingebettet in den Kontext der jeweiligen Architektur sowie der Aufgaben der jeweiligen Institutionen. Ziel der Forschungsarbeit war die systematische Recherche, um Lücken in der Aufarbeitung des Bestandes zu schließen und die Kunst am Bau in einzelnen Institutionen möglichst vollständig zu bearbeiten. Der Schwerpunkt liegt zum einen auf einer regionalen Konzentration auf die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Projekten in Parlaments- und Regierungsgebäuden, nachgeordneten Behörden, Einrichtungen der Bundeswehr und Bundespolizei. Zum anderen stehen Forschungsinstitute wie die Fraunhofer-Gesellschaft und die Max-Planck-Gesellschaft im Fokus. Erstmals werden auch ausgewählte Projekte der ehemaligen DDR berücksichtigt.

Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Zeit: 2015–2016
Leistung: Archivrecherche, kunsthistorische Aufarbeitung der Kunst am Bau
Abb.: Egill Saebjörnsson, „Steinkugel“, 2014, Robert Koch-Institut, Berlin, Foto: BBR/Cordia Schlegelmilch

 

Kategorie: Allgemein